Die Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen stehen vor der Tür und es wird Zeit sich über die Grabgestaltung für den Herbst zu kümmern. Traditionell wird in Bayern am Feiertag Allerheiligen das Grab von verstorbenen Angehörigen geschmückt und bepflanzt und dabei ist es wichtig die richtige Bepflanzung auszuwählen. Ich bin schon seit Jahren von der Bepflanzung für die Herbst- und Wintermonate abgekommen und habe mich auch dieses Jahr für einen Kranz entschieden, der eine ähnliche Form wie im Vorjahr hat, nur dass ich ihn heuer bunter gestaltet habe.
Allerheiligen hat bei uns im Dorf einen hohen Stellenwert und einige Tage vor dem Feiertag ist auf dem Friedhof reges Treiben. Man könnte fast glauben als stünde ein Wettkampf um das schönste Grab bevor. Ich mag den Feiertag Allerheiligen mit dem Gräbergang nicht und gehe immer erst am späten Nachmittag zum Friedhof, wenn der große „Run“ vorüber ist. Allerheiligen ist für mich auch kein Grund das Grab besonders schön zu schmücken – nein das Grab ist das ganze Jahr mit besonders viel Liebe geschmückt und bepflanzt.
Mein Kranz besteht aus einem Strohrömer mit einem Durchmesser von 50 cm. Zuerst wird der Rohling mit Moos bedeckt, den ich mit einem feinen Blumendraht befestigt habe. Dann werden Tannenzweige und Koniferen aufgelegt und mit Patenthaften befestigt. Mit Tannenzapfen, getrockneten Blumen wie Schafgarbe und Protea, Stacheldraht Zweige, Baumwollblüten und weißen Beeren habe ich den Kranz geschmückt. Der eigentliche Hingucker ist das Kreuz aus dünnen Birkenästen auf der linken Seite. Der Kranz lässt sich sehr gut selbst machen und hält sich sehr lange. Im Gartencenter werden für kleine Gestecke schon mal 30 Euro verlangt und bei großen Gestecken oder Kränzen bekommt man unter 100 Euro so gut wie nichts. Die Kosten für meinen Kranz waren 45 Euro für das Material und „Selbermachen“ macht nicht nur Spaß, sondern kreative Arbeit liegt voll im Trend.